Der Markt wird überschwemmt mit Nahrungsergänzungsmitteln, auf Social Media werden Wunderpillen gegen das Altern von allerlei Influencer:innen beworben. Statt mehr Zeit zum Leben hat man damit aber weniger Zeit. Die ständige Suche nach neuen Mitteln und Trends sowie die Beschäftigung mit vermeintlichen Risiken und Mangelzuständen erzeugen Stress und Unsicherheit - und sorgen vor allem für Mangelzustände im Portemonnaie. Es ist auch die Frage, ob man sich selbst zum Versuchsobjekt für vermeintliche «Anti-Aging-Mittel» machen will, deren Wirksamkeit nicht durch seriöse, unabhängige Studien belegt ist und für die es keine Referenzwerte bezüglich sicherer Dosierung gibt.
Gleichzeitig ist es so, dass mit zunehmendem Alter und in bestimmten Lebensphasen Mikronährstoffe weniger gut aufgenommen werden und damit an Bedeutung gewinnen. Hier ist Supplementierung (nach entsprechenden Tests) tatsächlich sinnvoll. In der Longevity-Szene heisst es «Messen – machen – messen». Da kommt für mich eindeutig das Fühlen zu kurz. Nur messen macht keinen Sinn, man muss sich auch besser fühlen.
