Kommunikation

Kommunikation für die mentale Gesundheit, Gunhild Hinkelmann, smarter altern

Wichtige Basis für mentale Gesundheit

Zu einem gesunden Lebensstil gehört auch zu wissen, was man will. Das ist schon mal die erste Herausforderung. Dazu braucht es immer wieder Momente der Reflexion und des inneren Dialogs.


Aktiv, souverän und fair kommunizieren

Die nächste Herausforderung ist es, die eigene Haltung und die eigenen Prinzipien aktiv zu kommunizieren. Immer wieder erlebe ich, dass Frauen an «ungesunden» Gewohnheiten festhalten, weil sie vermeiden zu sagen, dass sie etwas nicht oder anders machen möchten. Sie gelangen z.B. zur Überzeugung, dass sie abends keine Kohlenhydrate mehr essen möchten, aber denken, dass dies nicht kompatibel ist mit den Wünschen von Partner oder Familie. Sie gehen aus Pflichtgefühl zu Anlässen, bei denen sie sich nicht gut fühlen. Sie übernehmen bei der Arbeit aus Perfektionsdruck zusätzliche Aufgaben, vor denen andere sich drücken. Oder die der nette Kollege einem unterjubelt mit dem Kommentar: «Das schaffst du doch bestimmt eben noch schnell». Aus einem einmaligen Nachgeben wird dann eine Erwartung anderer, die man meint, permanent erfüllen zu müssen. Aber warum die begrenzte Lebenszeit auf Dinge verschwenden, die keine Freude bereiten und nicht honoriert werden? Sich dessen bewusst zu werden, ist der erste Schritt. Dies aktiv, souverän und fair zu kommunizieren, der nächste. 

 

Manchmal ist es aber auch die eigene Kommunikation, die einen quasi schneller altern lässt. Zum Beispiel Aussagen wie: «Ach, ich bin jetzt halt nicht mehr jung, da baut man eben ab.» Oder: «Ich kann das sowieso nicht mehr.» Genau solche Äusserungen führen dazu, dass man von anderen als alt wahrgenommen wird und sich zudem selbst alt fühlt. Und wie es so schön heisst: Gefühle machen Moleküle. Wer sich selbst «alt redet», beeinflusst durch seine negative Einstellung auch sein Gehirn und seine Zellen negativ. Sinnvoller ist es, den Blick auf das Positive zu richten, auf das, was man kann, auf seine Stärken – und dies auch so zu kommunizieren.

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